Wir wollen mehr als Nordic Walking !

Ein Sport-Späteinsteiger-Ehepaar (Jahrgang 54/56) berichtet

  • Erfahrungen aus 1. Hand

    Wir haben gelernt, dass sehr viel mehr möglich ist, als man glaubt. Zu alt? Zu unsportlich? Gibt es nicht! Nur Versuch macht klug!

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    • 07.04.18 Megamarsch Hamburg
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Schade, dass wir nicht in Hamburg Süd wohnen …

Ehefrau, 06.02.11 (Inliner/Skikes, Veranstaltungen/Kurse)

… sonst könnten wir noch weitere Inliner-Kurse mit dem VHS-Speed-Team belegen. Der heute erfolgreich abgeschlossene Kurs mit dem einmalig freundlichen und engagierten Trainer Theo Sterzl in der Sporthalle Neuwiedenthal hat viel Spaß gemacht.


Sechs abwechslungsreiche Abende mit immer wieder neuen spannenden Übungen für die unterschiedlichsten Trainingsstände. Unglaublich, was Theo sich alles überlegt hat, um den Teilnehmern Sicherheit für die kommende Straßensaison zu geben, z.B. durch Überfahren von Teppichfliesen, Turnmatten und kleinen Rampen und variantenreichen Balanceübungen ohne Ende.

Leider ist die Anreise etwas umständlich und wir sind froh, dass wir es geschafft haben, die sechs Abende konsequent dabei zu bleiben. Nun müssen wir bis zum Beginn der Sommersaison im April warten, wenn das VHS-Speed-Team Freitags bzw. Mittwochs freie Skate-Treffs mit gemeinsamen Ausfahrten veranstaltet. Wir werden gerne das eine oder andere Mal kommen, um uns für den Bodensee-Megathlon fit zu machen.

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Skiken – Endlich mal wieder eine neue Sportart …

Ehefrau, 27.11.10 (Inliner/Skikes, Veranstaltungen/Kurse)

Messen sind zwar meistens unterhaltsam und informativ, haben aber auch den Nachteil, dass neue Produkte, die man in seinem Leben bislang nicht vermisst hat, plötzlich lebenswichtig werden. Nun hatten wir mehrmals seltsame Geräte namens Skikes gesehen und mussten die Stände wegen des Riesenandrangs ohne den angebotenen Test verlassen. Das macht neugierig. Und als dann in der örtlichen Tagespresse ein „Schnupperkurs“ angeboten, meldeten wir uns kurzerhand an, um mehr zu erfahren.

xx Wie sich schnell zeigte, ist Skiken im Grunde Skilanglauf auf Rädern. Man steht auf einer Art Mikro-Ski mit Rädern und stößt sich mit echten Langlaufstöcken ab. Erfahrene Skilangläufer, wie ein anderer Kursteilnehmer, stellen sich auf die Dinger und – schwubs – sind sie weg, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Aber wir als Nicht-Skifahrer hatten doch große Mühe, die unmäßig langen Stöcke richtig zu führen und dabei nicht über die eigenen verlängerten Füße zu fallen. Wie elegant und wendig sind dagegen doch die Inliner ! Und dann haben die Skikes auch noch Bremsen, die durch die Waden gesteuert werden. Eine ungeschickte Bewegung und man bleibt ungewollt stehen oder fährt mit schleifender Bremse. Na ja, immerhin waren die Fortschritte schon so groß, dass wir beschlossen, uns zu Weihnachten diese neuen Sportgeräte zu gönnen, die auch im Schnee und im Gelände funktionieren sollen und dann fürchterlich viele Kalorien verbrauchen. Eigentlich das richtige Gegenmittel gegen die bevorstehende Weihnachtsvöllerei.

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Trainieren mit dem Weltmeister

Ehefrau, 20.11.10 (Muskelverkürzungen, Rennrad/MTB, Training, Veranstaltungen/Kurse)

Zufällig hörten wir von einem „Waldseminar“ ganz bei uns in der Nähe in Klecken, einem Fahrsicherheitstraining mit Cyclocross-Rädern bzw. Mountainbikes, als Trainer Armin Raible, Weltmeister und Deutscher Meister Senioren Straße 2009. Nichts wie hin. Mit einem derart versierten Menschen zu trainieren, kann nicht schaden. U.a. standen verschiedene Übungen auf dem Programm wie das Fahren über Treppen (natürlich nur abwärts), durch Sand und über Wippen, Kurventechnik, das Auf- und Absitzen beim Cyclocross und Schultern des Rades.

Alles machbar ! Fast alles … bis wir urplötzlich mit den Folgen jahrzehntelanger Schreibtischhockerei konfrontriert waren. Die nicht benutzten Muskeln – also im Grunde fast alle mit Ausnahme des Gehirns – waren sehr kurz geworden und die Fähigkeit zum schnellen koordinierten Bewegen hatte sich im Laufe der Jahre auch sang- und klanglos davongeschlichen.

Wir sollten doch nur eine ganz einfache Aufgabe bewältigen, eine Flasche auf dem Boden aufheben und wieder abstellen. Für Trainer Armin, von dem uns nur ca. 9 Jahre Altersunterschied trennten, eine der leichtesten Übungen. Für uns war die Flasche einen gefühlten Kilometer von der Hand entfernt und trotz aller Anstrengung unerreichbar, und das obwohl wir im Gegensatz zu anderen nur mit einem 26″ kleinen Mountainbike vor Ort waren.

Deprimierend. Auch das Fußballspiel mit dem Vorderrad wollte nicht klappen, genausowenig wie das das berührungslose Überspringen eines Astes.

Das kommt wohl von der im Alter nachlassenden Reaktionsgeschwindigkeit, eine Fähigkeit, die bislang noch nicht so richtig gefragt war. Jetzt heißt es, die neu erkannten Schwachstellen wegtrainieren. Das soll ja gehen ! Und wenn wir allein nicht weiterkommen, wenden wir uns wieder an Trainer Armin, der für jedes Problem einen Rat hat und vor allen Dingen auch maßgeschneidertes Einzelcoaching anbietet.

Jetzt wird das Flaschenaufheben erst einmal von feststehenden Spinning-Rad aus geübt, bis die Muskeln sich nicht mehr widersetzen, und dann geht es draußen weiter mit großen 1,5-Liter-Flaschen und irgendwann, hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft, wird das Ziel des „Waldseminars“ erreicht.

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Leere Kinosäle ? Nicht bei der E.O.F.T.

Ehefrau, 09.11.10 (Motivationsgeber, Veranstaltungen/Kurse)

Einmal im Jahr werden Erinnerungen an Filmpremieren vor 40 Jahren wach. In den Gängen des Cinemaxx herrscht drangvolle Enge wie im Fußballstadion.

Karten an der Abendkasse ? Fehlanzeige. Nur wer sich rechtzeitig um den Vorverkauf gekümmert hat, kommt in den Genuss der European Outdoor Film Tour, einer Sammlung von Dokumentarfilmen über „echte“ Extremsportler. Free Solo Klettern, mit dem Kajak einen 54 m hohen Wasserfall senkrecht hinunter, Slope Style auf dem Mountainbike.

Ausgerüstet mit Popcorn lehnen wir uns im bequemen Kinosessel zurück und bestaunen die Grenzen dessen, was Menschen möglich ist. Nachahmung nicht unbedingt empfohlen.

Aber der Blickwinkel ändert sich. Wie lächerlich sind dagegen die 12 m hohe Kletterwand in der Halle, das bisschen Strömung beim Kanufahren auf der Ochtum, ein paar Wurzeln und Steine beim Mountainbike-Ausflug. Nun wissen wir es wieder. Wir bewegen uns im harmlosen unteren Bereich des Machbaren. Genau da, wo es für 50plus-Senioren richtig ist. Aber noch ein paar kleine Schritte in Richtung oben bewegen, kann auch nicht verkehrt sein.

Die E.O.F.T. macht Lust auf mehr und nächstes Jahr holen wir uns wieder rechtzeitig die begehrten Karten.

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Ein Marathon zum Geburtstag

Ehefrau, 25.10.10 (Laufen, Wandern/(Nordic) Walking, Wettkämpfe)

Sportliche Aktivitäten haben den Vorteil, dass sich die Möglichkeiten für ausgefallene Geburtstagsgeschenke ungemein vergrößern. So haben wir von einem guten Freund z.B. eine Probemitgliedschaft im Fitness-Studio geschenkt bekommen, die zu einem Dauerzustand geworden ist, und ein anderes Mal Gutscheine für eine Laufanalyse.

Sehr schön sind auch Socken und Trainingswochenenden oder auch Marathonstartplätze. Damit wurde ich dieses Jahr vom Ehemann überrascht, und zwar sehr gelungen, weil mein Geburtstag auf einen Montag fiel. Und wer rechnet schon mit einem Marathon-Start in der Woche. Aber kaum zu glauben, es gibt ihn nur knapp 2 Flugstunden weg in Dublin am traditionellen Bank-Holiday, einem Montag. Es hieß nur, wir fliegen über deinen Geburtstag weg und pack‘ die Laufsachen ein.

Was für ein Schreck als das Geheimnis gelüftet wurde! Wie soll das funktionieren, ein Marathon ohne Vorbereitung ? Seit dem Hamburg-Marathon im Mai bin ich doch fast nur noch Rad gefahren!

Beim Abholen der Startunterlagen auf der Marathonmesse kam die nächste Überraschung.

Die Iren haben eine ganz andere und sehr lockere Einstellung. Die Zielzeit betrug – in Deutschland undenkbar – reichliche 8 Stunden und Walker waren gern gesehene Teilnehmer, die mit den Läufern gemeinsam auf der Ergebnisliste standen.

Glücklicherweise hatte der Ehemann ganze Arbeit geleistet und dafür gesorgt, dass den ganzen Marathon über – für Irland eine Seltenheit – kein Regentropfen fiel und die Teilnehmer beim Start in entsprechend guter Stimmung waren.


So wurde aus dem Marathon mangels Training zwar ein halber Walkathon. Aber an den an der Strecke eingerichteten „Jubel-Zonen“

wurden auch die etwas Langsameren eifrig motiviert und im Zieleinlauf dicht bei der Haupteinkaufsstraße von frenetischen Zuschauermengen mit „Well done“, „Keep going“ und „Never give up“ unermüdlich angefeuert. Und als im Zielbogen noch ein „Happy Birthday“ durch den Lautsprecher schallte, war der Tag perfekt.

Aber nun wird es wohl einige Jährchen dauern, bis der Geburtstag wieder mit so einem Weltereignis zusammenfällt. Aber vorher werden wir sicher wieder auf die grüne Insel fahren. Großzügige an Walkern orientierte Zielzeiten sind dort Standard, sodass kein Trainingsstress aufkommen muss.

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