Wir wollen mehr als Nordic Walking !

Ein Sport-Späteinsteiger-Ehepaar (Jahrgang 54/56) berichtet

  • Erfahrungen aus 1. Hand

    Wir haben gelernt, dass sehr viel mehr möglich ist, als man glaubt. Zu alt? Zu unsportlich? Gibt es nicht! Nur Versuch macht klug!

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15 Uhr – Die Stunde der Kinderfeindlichkeit

09.09.10 (Jung/alt, Klettern)

Kinderfeindlichkeit älterer Menschen ist ein Dauerthema im Konflikt der Generationen. Leider müssen wir zugeben, ab und an auch ganz heftig davon befallen zu werden, vorzugsweise in Kletterhallen. Da wir zuhause keine Möglichkeiten zum Trainieren haben, sehen wir bei jeder längeren Fahrt nach, ob es unterwegs oder am Ziel eine passende Halle gibt. Diesmal waren es die „Wupperwände“ in Wuppertal, die wir um die Mittagszeit nach einem nur kurzen Abstecher von der Autobahn erreichten. Der erste Anblick ließ uns tief Luft holen. Solche Dimensionen waren wir nun gar nicht gewohnt.

Nun ja, es ist immerhin das Landesleistungszentrum für den Klettersport in Nordrhein-Westfalen. Aber es gab oben in der Halle noch eine Galerie mit halb so hohen Wänden mit vielen Routen der Anfänger-Grade III und IV. Nun ging der Wettlauf mit der Zeit los.

Fast jede Kletterhalle hat Kinderveranstaltungen, wie Geburtstagsfeiern im Programm, die meistens um 15 Uhr anfangen. Und damit beginnt die Zeit der bösen Blicke und unfreundlichen Bemerkungen. Wie können wir es wagen, den Kindern die Routen wegzunehmen, den Geburtstag zu stören und dabei noch schlechter zu klettern als die Kleinen. Dass ältere Anfänger manchmal weniger als Kinderniveau „draufhaben“, scheint grundsätzlich niemand zu verstehen.

Manchmal lassen wir uns nicht abschrecken, schalten auf „Durchzug“ und klettern stur weiter. Diesmal ging’s beim Auftauchen der Kinderschar nach der Devise „Der Klügere gibt nach“ zurück in die hohe Halle, wo wir schon ein paar leichtere IVer-Routen ausgemacht hatten, die wir halt nur zur Hälfte kletterten. Das ging auch ganz entspannt. Denn die „Wupperwände“ haben eine ganz hervorragende und vorbildliche Einrichtung geschaffen, einen extra Kinderbereich,

wo der unbeaufsichtigte Nachwuchs seine ersten Versuche starten kann und nicht aus lauter Langeweile den Sichernden vor den Füßen herumturnt. Da haben wir woanders schon einige kritische Situationen erleben müssen.

Am schönsten wäre es, wenn wir es in diesem Leben noch schaffen, klettertechnisch aus den Kinderschuhen herauszuwachsen und endlich die „Erwachsenenrouten“ zu packen. Egal, wie’s kommt, nach Wuppertal kommen wir gerne wieder, um dann die hohe Wand wenigstens zu 3/4 zu schaffen.

P.S. Die Photos wurden freundlicherweise von den „Wupperwänden“ zur Verfügung gestellt.

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